Wo Alle Straßen Enden
[00:10.42] Wo alle Straßen enden,
[00:15.68] hört unser Weg nicht auf.
[00:19.43] Wohin wir uns auch wenden
[00:24.18] die Zeit nimmt ihren Lauf.
[00:28.17] Das Herz, verbrannt.
[00:32.42] im Schmerz, verbrannt.
[00:36.43] So ziehen wir verloren durch das graue Niemands land.
[00:44.17] Vielleicht kehrt von uns keiner megr zurück ins Heimatland.
[00:56.92] Zu vater, Mutter, Schwester,
[01:04.67] geht einzig unser Sinn.
[01:08.92] Beim Kanonenorchester,
[01:12.68] hier gibt es kein gewinn.
[01:16.67] Hauptmann, befiehl!
[01:20.93] Auf ran ans Ziel!
[01:25.17] So geben wir in Treue für den kaiser unser Blut,
[01:33.18] im blutigen Gewitter der verfluchten Franzmannbrut.
[01:49.42] Die Feldpost ist verschollen,
[01:53.67] der Schlamm ist knöcheltief.
[01:57.93] Mann isst nur Wurzelknollen,
[02:01.92] es riecht der Leichen mief.
[02:05.93] Wir sind verlor'n,
[02:10.17] im Wind, erfror'n.
[02:14.17] Herzliebste uns schon trennt bereits ein ganzes langes Jahr,
[02:22.43] doch auch im Osten braucht es Schutz vor wilder Russenschar.
[02:35.43] Die Wolken zieh'n nach Osten,
[02:42.67] und Dörfer steh'n in Brand,
[02:46.18] wir durften jung schon kosten
[02:50.67] des Todes bittre Hand.
[02:54.92] Verbrannt das Land,
[02:58.93] in Hand, nur Sand.
[03:02.92] DIe Augen flackern angefüllt vom grauenvollen Krieg.
[03:10.92] Ob ich bald wie die andren jung im kühlen Grabe lieg?
[03:19.42] Wir sind verloren.
[03:21.43] Wir sind verloren.
[03:23.17] Wir sind verloren.
[03:25.42] Wir sind verloren.
[03:27.68] So geh ich auf und nieder
[03:31.42] beschau die Leichenschar,
[03:35.43] die gestern um die Stunde
[03:39.67] gesund und munter war.
[03:43.93] Wer weiß wohin'
[03:47.92] So heiß, der Sinn.
[03:51.93] Wer weiß wie lange noch für mich die helle Sonne scheint.
[03:59.93] Ich weioß nur wenn ich sterb' um mich die brave Mutter weint.
[04:08.18] Wir sind verloren.
[04:10.18] Wir sind verloren.
[04:12.18] Wir sind verloren.
[04:14.43] Wir sind verloren.
