Meermenschen
[00:17.20] Wenn sich zwei treffen, die sich kennen
[00:20.12] Reden sie sich ein, die Welt sei klein
[00:22.51] doch nein, die Welt ist groß
[00:25.17] Es heißt, dass stille Wasser tief seien,
[00:28.62] doch an den tiefsten Stellen
[00:31.01] sind die Wellen hoch
[00:33.66] Und wir kommen alle aus dem Wasser irgendwie,
[00:37.12] doch was man dir auch sagt,
[00:39.78] wir saßen nie im selben Boot
[00:42.43] Es führt kein Weg nach Rom
[00:44.30] und auch nicht nach Berlin,
[00:46.41] die anderen sterben und die einen stellen sich tot
[00:49.74] Man hört so viele reden,
[00:52.66] doch das meiste, das geredet wird, ist falsch
[00:56.38] Denn denen, die so viel erzählen,
[01:00.90] steht das Wasser selten bis zum Hals
[01:04.88] Es kommen immer mehr Menschen her,
[01:09.40] ein Heer von Meermenschen
[01:12.32] Doch hier heißt es "wir brauchen keine Menschen mehr, keine Meermenschen"
[01:19.89] Und wenn ich spät nachts von der Arbeit komme
[01:25.74] sind die Straßen menschenleer
[01:28.40] Und draußen tobt das Menschenmeer
[01:32.91] Da draußen tobt das Menschenmeer
[01:52.04] Morgens geht die Sonne auf,
[01:56.29] hier sind die Tage lang
[01:58.41] Im Abendland redet man viel vom Untergang
[02:02.13] doch Fett schwimmt oben Stürme toben
[02:04.52] Sie stürzen sich in die Wogen
[02:06.65] Vielen läuft das Wasser schon im Mund zusammen
[02:09.57] Der Volksmund schreit, das Boot sei voll,
[02:12.22] doch das Boot ist voller Lecks
[02:14.61] Zu viele sind der Sache auf den Grund gegangen
[02:17.40] Und Vater Staat verrichtet weiterhin sein großes Geschäft
[02:22.46] verteidigt den Tellerrand
[02:24.31] um unser Land
[02:25.90] Es gibt so viele Geschichten
[02:28.30] und an jeder ist irgendwas Wahres dran
[02:32.67] Und ich kann lang hier stehen und reden
[02:36.39] Doch am Ende kommt es nur auf die Taten an
[02:39.85] Es kommen immer mehr Menschen her,
[02:42.50] ein Heer von Meermenschen
[02:45.95] Doch hier heißt es "wir brauchen keine Menschen mehr, keine Meermenschen"
[02:56.05] Und wenn ich spät nachts von der Arbeit komme
[02:59.77] sind die Straßen menschenleer
[03:02.69] Doch draußen tobt das Menschenmeer
[03:06.41] Ich weiß, da draußen tobt das Menschenmeer
[04:05.38] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:08.84] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:13.09] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:17.07] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:21.05] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:24.78] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:28.76] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:33.01] Draußen tobt das Menschenmeer
[04:37.53] Es kommen immer mehr Menschen her,
[04:40.72] ein Heer von Meermenschen
[04:44.17] Doch hier heißt es "wir brauchen keine Menschen mehr, keine Meermenschen"
[04:51.88] Und als ich spät nachts von der Arbeit kam,
[04:57.72] musste ich daran denken:
[05:00.37] was wäre, wenn die Meermenschen
[05:04.09] nicht mehr nur Meermenschen wären,
[05:07.41] sondern nurmehr Menschen?
