01 - 1986zig - Nie frei
[00:17.06] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[00:20.62] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[00:25.15] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[00:29.63] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[00:33.46] Wie soll man lieben, wenn man abgeschoben wird als Kind?
[00:37.44] Mit zwölfeinhalb schon Brenn'n im Hals von Hochprozentigem
[00:41.50] Mit dreizehn täglich high, jagt Träume von Frieden
[00:45.53] Der Junge schläft im Heim, in sei'm Kopf ist Krieg, ey
[00:49.61] Er trägt ihn auf die Straßen, spielt mit seinem Leben
[00:53.49] Grade vierzehn Jahre alt und er hört auf zu reden
[00:57.38] Die Schatten hol'n ihn ein, komm'n, um ihn mitzunehm'n
[01:01.31] Fiel schwer, ein Licht zu seh'n durch Türschlösser und Gitterstäbe
[01:05.14] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[01:08.51] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[01:12.95] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[01:17.64] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[01:22.41] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
[01:29.37] Geträumt von guten Tagen auf 'ner leeren Flasche Gin
[01:33.49] Es flossen Blut und Trän'n jahrzehntelang bis hierhin
[01:37.45] Hab' so viel Scheiß gebaut, gedacht, wär alles leichter
[01:41.58] Menschen enttäuschen sich und machen danach einfach weiter
[01:45.47] Ich wach' am Morgen auf, Stimmen laut in mei'm Kopf
[01:49.41] Sie sagen: „Hör nicht auf, solang dein Herz weiterklopft“
[01:53.02] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[01:56.58] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[02:01.09] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[02:05.50] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[02:10.51] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
[02:17.17] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[02:20.56] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[02:24.94] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[02:29.46] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[02:34.39] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
