1986zig - Nie frei
[00:24.41] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[00:28.01] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[00:32.69] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[00:37.13] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[00:40.97] Wie soll man lieben, wenn man abgeschoben wird als Kind?
[00:44.85] Mit zwölfeinhalb schon Brenn'n im Hals von Hochprozentigem
[00:48.98] Mit dreizehn täglich high, jagt Träume von Frieden
[00:53.10] Der Junge schläft im Heim, in sei'm Kopf ist Krieg, ey
[00:56.99] Er trägt ihn auf die Straßen, spielt mit seinem Leben
[01:01.12] Grade vierzehn Jahre alt und er hört auf zu reden
[01:05.01] Die Schatten hol'n ihn ein, komm'n, um ihn mitzunehm'n
[01:08.85] Fiel schwer, ein Licht zu seh'n durch Türschlösser und Gitterstäbe
[01:12.42] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[01:15.98] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[01:20.71] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[01:25.11] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[01:29.78] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
[01:37.04] Geträumt von guten Tagen auf 'ner leeren Flasche Gin
[01:40.87] Es flossen Blut und Trän'n jahrzehntelang bis hierhin
[01:44.99] Hab' so viel Scheiß gebaut, gedacht, wär alles leichter
[01:48.83] Menschen enttäuschen sich und machen danach einfach weiter
[01:52.99] Ich wach' am Morgen auf, Stimmen laut in mei'm Kopf
[01:56.88] Sie sagen: „Hör nicht auf, solang dein Herz weiterklopft“
[02:00.44] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[02:04.04] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[02:08.72] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[02:13.18] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[02:18.13] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
[02:24.53] Ich hab' gedacht, ich werde hier alt zwischen Scherben
[02:28.10] Und all den ganzen andern Seel'n ohne Zuhause
[02:32.51] Hab' gedacht, ich werde nie frei oder sterb', wenn es knallt
[02:37.20] Doch darf bleiben, weil der Himmel an mich glaubte
[02:41.93] Und weil der Himmel mich nicht brauchte
